Interessante Entwicklung der Artenvielfalt in Tannas Flur von Jens Neumeister | Tannaer Anzeiger 2020

von Jens Neumeister | erschienen im Tannaer Anzeiger 2020 | https://www.stadt-tanna.de/

Aus dem Inhalt:

Vom seltenen Raubwürger ließen sich in diesem Jahr sogar drei Exemplare in der Umgebung von Tanna beobachten, aber auch der eine oder andere nicht heimische Greifvogel.
Die wenigsten von uns wissen, dass alle Vögel vier Farbrezeptoren haben, der Mensch hingegen nur drei, die auf Rot, Grün und Blau reagieren. Die Vogelwelt aber kann Dinge sehen, die wir uns nicht vorstellen können: warme Luft, Thermik und sogar die magnetischen Feldlinien, die unsere Erde umziehen. Sie fliegen wie an einer Schnur gezogen, um an ihr Ziel zu gelangen. 

Außerdem wissen nur wenige, dass Greifvögel zwei Mägen haben, in dem einen verdauen sie, in dem anderen würgen sie das Gewölle heraus. Ein wahrer Flugkünstler ist der Albatros, seine Flügelspannweite misst bis zu 3,50 m und er ist somit der größte Seevogel. Er umrundet die Erde in nur 44 Tagen, davon segelt er 20.000 km, um Energie zu sparen.
Für seine Nahrungssuche fliegt er bis
zu 15.000 km weit. Noch zu erwähnen wäre, dass sich die Paare trotz einjähriger Trennung über Tausende von Kilometern immer wieder zueinander finden, sie bleiben sich ein Leben lang treu, und das kann bis zu 50 Jahre der Fall sein. Damit übertrifft der Albatros den Mauersegler, der bis zu 3.000 km fliegt, um seine Jungen mit Nahrung zu versorgen.
Dies kann bis zu drei Tage dauern, die Jungvögel fallen während dieser Zeit in eine Art Kältestarre, um so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen. Und das ist auch wieder ein Wunder der Natur. Den Höhenre- kord hält allerdings der Sperbergeier, der ein hervorragender Thermikflieger ist und erstaunliche Höhen erreichen kann. Im Jahr 1973 kollidierte er in einer nachgewiesenen Höhe von über 11.000 Metern mit einem Verkehrsflugzeug. 

Wir sollten uns aber darüber einmal Gedanken machen, warum das so ist! Sobald der Mensch seine Hand im Spiel hat, leidet die Natur, und das sollte uns zum Handeln auffordern. Wenn wir alle gemeinsam für die Na- tur Sorge tragen würden, könnten wir sie vielleicht noch retten.
Müssen denn die Felder bis an den Wegesrand umgeackert und somit die Wurzeln der dort befindlichen Bäume verletzt werden? Sie werden in den kommenden Jahren eingehen und somit die wichtige Nahrungsquelle für die künftigen Sing- und Zugvögel vernichten.

Mit Geld allein ist unsere einzigartige Natur nicht wieder zu reparieren.


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